„Attenzione … Attenzione … Sabbia Calda …“

… ruft der alte Italiener und ist mit großen Schritten auch schon bei seinem Arbeitsplatz angelangt. Der Herr des Dampfes am Strand von Maronti an Ischias Südküste ist in seinem Element. Schweizerische Kinder hat das einfache rot/ weiße Band angelockt und sie wollen die Stellen, die so verführerisch abgesperrt sind, näher untersuchen. Aber diese Neugierde kann gefährlich sein, denn der Sand ist heiß hier, so heiß, dass der sportliche Italiener gebraucht wird. Charmant erklärt er den nun auch dazugekommenen Eltern die Situation: Die Fumarolen, die neben den Thermalquellen die überall auf der vulkanischen Insel im Golf von Neapel vorkommen und die bereits die alten Römer für ihre Wellness nutzten, treten hier teilweise direkt im Sand aus.

Warnung vor heißem Sand am Marontistrand auf Ischia

Die heiß aufsteigenden Dämpfe aus dem Inselinnern sind post vulkanische Erscheinungen – ihre Existenz deutet also auf abklingenden Vulkanismus hin. „La Fumarola“ – wie der heiße Wasserdampf genannt wird, kommt aus dem Erdinneren und kann an manchen Stellen bis zu hundert Grad heiß werden. Bewusst angewandt, sorgen die heißen Dämpfe für wohlige Entspannung. So ganz nebenbei sind die heißen Dämpfe hier am Strand von Maronti auch bestens geeignet den Hunger mit einem kleinen Imbiss zu stillen – erzählt der Italiener den staunenden Gästen.

Aufmerksam lauscht die Mutter der zwei Buben den Ausführungen des Dampffachmanns und findet es verlockend, die naturgegebene Wellness einmal auszuprobieren. Also versetzt die junge Schweizerin den Italiener in Aktion: Mit seiner großen Schaufel und äußerst behutsam buddelt er die Wellness liebende Mitteleuropäerin in den warmen Sand ein. Einzige Voraussetzung: Erwachsen sollte man sein und ein wenig gesprächig, denn der italienische Naturbursche erkundigt sich ständig nach dem Befinden, plaudert mit den Gästen und beobachtet seine „Kunden“ während der zehn minütigen Liegezeit genau. Er entfernt sich höchstens ein paar Meter von seinen Kuhlen, ist sofort zur Stelle, falls jemand früher aus-gebuddelt werden möchte und hilft mit einer eleganten Handreichung wieder in die Senkrechte. Aushalten und schwitzen in den heißen Liegekuhlen lohnt sich jedoch, die Haut ist nach dem heißen Sandbad rosig und gut durchblutet und alle Muskeln sind entspannt.

Liegestelle am Marontistrand

Doch nach dem Bad ist vor dem Bad… denn zum perfekten Wellness-Erlebnis am Strand von Maronti zählt auch das Eintauchen ins azurblaue Wasser des Thyrrenischen Meers. Denn auch hier locken heiße Quellen, die direkt im Wasser sprudeln. Das Baden und Planschen im Meer ist durch das warm kalte Wasser-Erlebnis unvergesslich, für alle Altersgruppen geeignet – und macht hungrig.

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Auch die schweizerischen Jungs jauchzen vor Freude über das ungewohnte Strand- und Badeerlebnis und werden noch einmal neugierig, was dieser Sand alles kann. Der Hunger soll nun mit Hilfe des heißen Sands gestillt werden, denn Einheimische nutzen den Sand an dieser Stelle gerne auch als Ofen. Und so wickeln sie, wie auch viele Touristen die den Strand besuchen, zarte Steaks, Gemüsestreifen oder Kartoffeln in Alufolie ein und vergraben die noch rohen Speisen mithilfe eines Holzstocks im fast hundert Grad heißen Sand. Ordentlich gekennzeichnet, mit mehr oder weniger angekohlten Hölzern, schmoren die Speisen vor sich hin, und die „Köche“ prüfen von Zeit zu Zeit, wie es um ihre Mahlzeiten steht.

Der heiße Sand eignet sich auch zum Garen von Speisen

Aber auch jetzt ist das Wellness-Angebot am ca. 2,5 Kilometer langen Strand von Maronti, den man von Barano kommend über den höher gelegenen Ortsteil Maronti erreicht, noch lange nicht ausgereizt. Über eine breite, gut begehbare Treppe von welcher man traumhafte Ausblicke auf Küste und Meer genießen kann kommt man direkt auf den Sandstrand. Von dieser Richtung aus sind die Fumarolen dann nach einem Strandspaziergang von gut einer halben Stunde oder alternativ mit einem Wassertaxi zu erreichen. Von St. Angelo aus kommt man über einen landschaftlich herrlichen Fußweg, bzw. ebenfalls mit dem Wassertaxi zum dampfenden Sand von Ischia, an dem neben dem „dampfenden Sand“ auch „dampfende Felsen“ viel zur Entspannung und zum Relaxen unterm mediterranen Himmel beitragen, denn: Gleich hinter den Sandkuhlen und unmittelbar an der Steilwand wachsen Tuffstein-Felsen aus dem Sandboden und strahlen Dampf und Wärme ab. Mit einem Handtuch und Badeschuhen ausgestattet, stellt sich in der warmen, dampfenden Felsenecke ein Gefühl wie in der Sauna ein und bietet eine glänzende Alternative zum Sandbad und die perfekte Zeitüberbrückung bis der heiße Sand von Maronti die Speisen gegart hat – die Schweizer Jungs freuen sich nach dem kühlen Bad im Meer auf einen außergewöhnlichen und besonders schmackhaften Snack.

(skb)

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